Löthain – Ortsteil der Gemeinde Käbschütztal Jahre alt
Illustration: Der alte Löthainer Gasthof
Das Wappen der meißnischen Familie von Römer

Geschichte - ein kurzer Abriss:

Löthain:
Ersternennung: 1334 als 'Lethen'; 1378 'Letan'; 1547 'Lethan'; 1665 'Löthayn'; 1724 'Löthain'.

Der ursprüngliche Ortsname wurde aus dem altsorbischen Personennamen "Lêtan" oder "Lêton"gebildet. Die slawische Endsilbe "-an" ist später als "hãn" (mitteldeutsches Wort für "-hain") eingedeutsch worden.

Dorf-, Flurform: Gassengruppendorf externer Link; Gutsblock-, Block- und Streifenflur.

1438 Vorwerk externer Link; 1551 Rittergut externer Link; 1834 gehörten zum Rittergutsbezirk Löthain mit den Dörfern Löthain und Pauschütz sowie Anteilen von Krögis (Mutterkirche; 4 1/2 Hufen) insgesamt 326 Untertanen.

Im 18. Jahrhundert gelangte das Gut an die Familien Vitzthum von Eckstädt und im 19. Jahrhundert wurden Erb-, Lehn- und Gerichtsherren die Herren von Römer. (siehe auch: Auszug dem "Album der Rittergüter und Schlösser im Königreiche Sachsen nach der Natur neu aufgenommen von F. Heise")

1759 Gefecht bei Löthain (7jähriger Krieg externer Link)

1914 umfasste das Rittergut 190 ha. Um 1900 gab es in Löthain eine größere Anzahl von Ton-/Kaolinschächten externer Link. Dem Vernehmen nach hatte jeder Bauer auf seinem Land auch einen Schacht, aus dem gefördert wurde.

Im Jahr 1945 wurde das Rittergut enteignet. Während der Bodenreform externer Link erhielten Neubauern und arme Bauern Land aus dem ehemaligen Besitz des Rittergutes und des Vorwerks.

In dem 1897 errichteten Schulhaus erhielten noch bis 1975 die Klassen 1-4 Unterricht. Später zog der Kindergarten "Zwergenland" externer Link in das Haus ein, der dort bis Mai 2007 sein Domizil hatte.

Einwohner 1551:   26
Einwohner 1834: 209
Einwohner 1910: 238
Einwohner 1925: 252
Einwohner 1995: 269
Einwohner 1997: 319


ehemaliger Gasthof heute
Der ehemalige Gasthof heute, im Hintergrund die frühere Schule

ehemalige Schule heute
Die ehemalige Schule (gebaut 1897) war bis Mai 2007 Kindergarten

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